Am 28. September 2003 wurde das Projekt Auf dem Weg – Raum für Lebenskunst und kreative Selbstwerdung in Stellau bei Hamburg im Erdgeschoss unseres Resthofes in Stellau bei Hamburg mit einem großen Gartenfest eröffnet.
Auch mein Mann, Hartmut, war mit einem kleinen Angebot als systemischer Familientherapeut dabei und so feierten wir diesen Tag gemeinsam als Familie mit vielen KollegInnen, TeilnehmerInnen und FreundInnen. JedeR war eingeladen einen größeren Stein mitzubringen, der als Spirale gelegt, die Mitte unseres späteren Rasenlabyrinths markierte. Diese Steine begleiten uns bis heute, auf der jetzigen Terasse und an unserem Draussenplatz im Wohldorfer Wald.
Und ich hatte einige Wochen vor der Einweihung diese wundervolle blaue Schmetterlingsfrau in einer Kunstgalerie entdeckt und wusste sofort, dass ich sie mir als Glücksbringerin für die neuen Seminar- und Praxisräume wünschen werde. Sie begleitet meine Arbeit seit dem, auch vor allem bei dem Thema: Auf dem Weg in meine Berufung und dem Ruf der Seele folgen.
Das erste üppig ausgestattete Programm seht in obigen Fotos unter dem Apfelbaum in unserem 2000 qm großen Garten ausgebreitet liegen und es gab auch eine Anzeige im Veranstaltungsheft Nordstern, die zu dieser Einweihung einlud. Als Selbstständige hatte ich schon im im April 1999 in Hamburg-Ottensen gegründet, aber von nun an in eigenen Räumen und im großen Garten mit Gruppen und Einzelnen arbeiten zu können, war ein großer Schritt nach vorn.
Mein erstes Buch: Aufbruch nach Hause – Frauen unterwegs zu sich selbst. Die Reise der inneren Heldin war gerade im Frühjahr 2003 in erster Auflage bei Vianova erschienen. (eigentlich sollte es: Die Reise der Heldin heißen – aber das ist eine andere Geschichte, die ich auch bald mal hier erzähle…). 2011 gab es eine Neuauflage mit neuem Cover. Die Reise der Heldin war dann auch das Thema meiner ersten Jahresgruppe,die ich ab 2003 in Stellau angeboten habe, die dann 2004 von meiner Ausbildung: Auf dem Weg in meine Berufung abgelöst wurde….
Die Reise der Heldin mit all ihren Themen und Stationen rückt jetzt gerade wieder mehr in meinen Fokus und nachdem mein erstes Buch jetzt nach 22 Jahren aus dem Verlagsprogramm genommen wurde, bin ich frei es nochmal grundlegend zu überarbeiten und dann auch als Onlineprojekt zu gestalten. Doch davon dann mehr im nächsten Jahr, denke ich….
Anfang September 1985, also vor 40 Jahren, ging ich, auf der Suche nach einem Praktikumsplatz für mein gerade begonnenes Studium der Kulturpädagogik, in das gerade eröffnete Toulouse-Lautrec-Institut hinein – ein spirituelles Kino in der Hamburger Steinwegpassage, das gerade am Tag zuvor eröffnet hatte. Gegründet wurde es von dem Künstler, experimentellen Filmemacher und Gastronom Andy Hertel zusammen mit Peter Kirsten, der von Andys Idee einer spirituellen Videothek sehr begeistert war und von Anfang an aktiv mitarbeitete.
Die Idee war, in einem kleinen gemütlichen Kinosaal ausgewählte Filme anzubieten, sowie zu Vorträgen von spirituellen LehrerInnen und therapeutischen Begründern zu gehen, diese auf Video aufzunehmen und sie anschließend im eigenen Kino zu zeigen.
Wenig später musste das Projekt die Räume verlassen und umziehen. Es gründete sich ein Verein mit weiteren UnterstützerInnen und jungen MitarbeiterInnen und der Name veränderte sich zu Toulouse-Institut e.V.. und wir zogen in ein altes, sehr renovierungsbedürftiges Fabrikgebäude in der Friedensallee in Hamburg-Ottensen, wo wir Anfang 1987 eröffneten.
Meine Frage, die ich vor 40 Jahren im Toulouse den beiden Kinobetreibern stellte, ob ich dort (irgendwann) ein Praktikum machen könne, wurde mit einem prompten: “Ja, Du kannst gleich anfangen“ beantwortet..
Und so blieb ich und kam am nächsten Tag wieder und am übernächsten… für viele Jahre, denn das Toulouse wurde neben dem Studium in Hildesheim mein neues Zuhause, auch weil der der Mitgründer Peter Kirsten und ich sehr bald ein Paar wurden und dann irgendwann auch gemeinsam Eltern. Aber das ist eine andere (lange) Geschichte, die natürlich bis heute eine große Rolle spielt, auch weil wir inzwischen Großeltern geworden sind von zwei wunderbaren Enkelkindern…
Damals wusste ich anfangs nur wenig über das Filme machen und lernte von dem Filmemacher, sowie im Tun, worauf es ankommt und wie die ganze Technik funktioniert. Wir filmten damals z.B. noch die Titel als Vor- und Abspann „händisch“ ein, indem wir mit Letraset auf Papier den Text setzten, diesen abfilmten und dann in das Video einbauten
Damals kamen bereits viele Vortragende nach Hamburg und wir hatten wenig Probleme die Erlaubnis für die Videoaufnahmen zu erhalten. Im Gegenteil: 1987 wurden wir zum Beispiel vom Forum Freiburg beauftragt nach Lanzarote zu kommen und dort (in einer Pyramide) ein mehrtägiges Curriculum Transpersonale Psychologie die zahlreichen interessanten Vorträge auf Video aufzunehmen. Gleichzeitig konnten mein Kollege und ich kostenlos an den Seminaren teilnehmen und lieferten anschließend die Vorträge als VHS-Kassetten an die Organisatoren zum Weitervertrieb.
Stanislav und Christina Grof, Peter Orbanund Ingrid Zinnel, Ralf Metzner und andere namhafte VertreterInnen der Transpersonalen Psychologie konnte ich auf diese Weise sehr früh persönlich kennenlernen und die Seminare im Holotropen Atmen bei den Grofs waren für mich damals tiefgreifend und lebensverändernd, aufgrund der Intensität der spirituellen Erfahrungen in der Anderswelt, wie ich es heute aus schamanischer Sicht nennen würde. Im Dezember 1987 wurden dann die ganzen Vorträge auch im Toulouse mehrfach gezeigt.
Später entwickelte sich das Toulouse-Institut e.V. zu einem spirituellen Veranstaltungszentrum, wo Seminare, Vorträge und auch eine wundervolle Barfuß-Tanznacht über viele Jahre statt fand, die für viele Menschen eine tolle Möglichkeit war, sich wirklich auszutanzen und auch Gleichgesinnte kennen zu lernen. Ich kenne auch einige Paare, die sich dort fanden, meinem zweiten Mann bin ich dort auch schon tanzend mehrfach begegnet, bevor wir uns dann auf einer privaten Feier wieder begegnet sind (aber auch das ist eine lange, weitere schöne Geschichte).
Da ich sehr inspiriert war von der Reise des Helden von Peter Orban, bot ich diese auch in einer Kursreihe an und entwickelte auch in kritischer Weiterentwicklung zu seinem Ansatz bald darauf die Reise der Heldin….
Meine Zeit im Toulouse endete dann weitgehend 1991 mit der Trennung von meinem ersten Mann und ich ging dann andere Wege, gründete einen eigenen Verein „Abraxa – Raum für Frauen, Eltern und Kinder e.V. und konzentrierte mich auf meine eigene Tätigkeit als Seminar- und Kursleiterin.
Bis vor sechs Jahren im Rahmen einer Umschulung zur E-Learning Gestalterin an der Uni Hamburg meine Videoerstellungsfähigkeiten wieder angefragt wurden und für anschließende meine Tätigkeit als Onlineseminargestalterin mir die alten Kenntnisse sehr schnell halfen mit nun moderner Technik Videos für meine naturorientierten und schamanischen Lehrgänge zu gestalten.
Das heisst, heute filme ich, außer für meine befreundete Kollegin Cambra Skadé, nicht andere Vortragende, sondern mich selbst oder meine Protagonisten sind vor allem Bäume in meinen waldheilkundlichen Baumporträts oder der Wald in meinen Übungsanleitungen für Waldbaden, schamanische Medicinewalks und LandArt- bzw. Naturkunstimpulse….
Neueste Kommentare